Güldenwerth

Zeitgemäße Erneuerung mit Identität
Das Projekt „Güldenwerth“ in Remscheid zeigt, wie ein Wohnquartier der 50er–60er Jahre durch sensible Architektur, nachhaltige Strategien und soziale Impulse transformiert werden kann. AGH Studios nutzt das Potenzial der ursprünglichen Bausubstanz, um ein modernes, energieschonendes und identitätsstiftendes Quartier mit 54 Wohneinheiten zu schaffen
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Über das Projekt
Situation: Ein Quartier mit archaischer Klarheit und verborgener Stärke
Das Quartier Güldenwerth ist geprägt von zweieinhalbgeschossigen Steildachgebäuden, typisch für die Siedlungsstrukturen der 50er–60er Jahre in Remscheid. Wohn- und Industriequartiere liegen hier traditionell eng beieinander – ein städtebauliches Spannungsfeld, das dem Ort eine besondere Authentizität verleiht. Die Bausubstanz befand sich weitgehend im ursprünglichen Zustand und überzeugte durch ihre archaische Einfachheit und Robustheit.
Gerade diese Reduktion eröffnete Chancen: Die klaren Gebäudekörper, die raumbildenden Abfolgen und die Nähe zu den umliegenden industriellen Strukturen boten ein hohes Potenzial für eine nachhaltige und sozial wirksame Quartiersentwicklung.
Herausforderung: Transformation bei laufender Förderung und kleinteiligen Grundrissen
Die Aufgabe bestand darin, ein energetisch, sozial und gestalterisch zeitgemäßes Wohnquartier zu schaffen – mit vollständig geförderten Wohnungen und zahlreichen kleinteiligen Bestandsgrundrissen. Die Herausforderung lag im respektvollen Umgang mit der vorhandenen Substanz und der gleichzeitig notwendigen funktionalen Verbesserung.
Gefordert war eine Quartierserneuerung, die ökologische Ziele, bezahlbares Wohnen und eine starke identitätsstiftende Atmosphäre miteinander verbindet.
Lösung und Rolle von AGH Studios: Sensible Weiterentwicklung mit starkem Narrativ
AGH Studios entwickelte eine Transformationsstrategie, die das Potenzial der historischen Siedlungsarchitektur nutzt und zugleich neue räumliche Qualitäten schafft. Durch Gaubenergänzungen in einheitlicher Holzstruktur, eine klare Fassadengliederung mit erhaltener Ziegelsockelzone, darauf ein Putzgeschoss und ein mezzaninartiges Holzgeschoss entstand ein harmonisches, energetisch optimiertes Erscheinungsbild.
Die kleinteiligen Grundrisse wurden behutsam überarbeitet, um moderne Wohnbedürfnisse zu ermöglichen – insbesondere familienfreundliche Zuschnitte, flexible Räume und mehr Licht.
Erstmals entwickelte AGH Studios eine quartiersbezogene Identität: „Wohnen an den Schmetterlingsgärten“. Inspiriert von der lokalen Fauna entstand in Zusammenarbeit mit Künstler Jury Cancell eine Reihe großformatiger Murals, die die ökologische Bedeutung von Insekten sichtbar machen und dem Quartier eine poetische Ebene verleihen.
Das Ergebnis ist ein urbanes Dorf mit Nutzgärten, gemeinschaftlichen Aufenthaltsflächen, ökologischen Biotopen und hoher sozialer Aufenthaltsqualität. Die Auszeichnung der Modernisierungsoffensive Plus bestätigt die beispielhafte Relevanz des Projekts als Blaupause für ähnliche Quartiere in Nordrhein-Westfalen.
Analyse
Planung
Konzeption




