AGH Studios

Quartier – Ev. Kirchenkreis

Jahr
2023-heute
Standort
Dortmund Nordstadt
Volumen

Klimagerechte Transformation im Kirchenquartier

Das „Quartier – Ev. Kirchenkreis“ in der Dortmunder Nordstadt zeigt, wie aus unterschiedlichen Bestandsbauten ein zukunftsfähiges, soziales und energieeffizientes Ensemble entsteht. AGH Studios entwickelt ein Modellquartier, das kirchliche Identität, nachhaltige Architektur und neue Arbeitswelten verbindet.

Umgesetzt mit unserem Partner

Über das Projekt

Situation

Die Dortmunder Nordstadt ist geprägt von hoher sozialer Dynamik, dichtem Bestand und einem heterogenen architektonischen Umfeld. Mit dem Erfolg des Wichernhauses – einem Ort der Wärme und Würde für Menschen ohne Zuhause – entstand der Impuls, über die Zukunft kirchlicher Architektur neu nachzudenken. Die Evangelische Kirche in Dortmund befindet sich im strukturellen und inhaltlichen Wandel: Der Anspruch, soziale Verantwortung, Klimaschutz und neue Arbeitsformen in Einklang zu bringen, erfordert eine grundlegende Neuprogrammierung. Aus dieser Ausgangslage entsteht ein Quartier, das nicht nur räumlich, sondern auch ideell Antworten auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts formuliert.

Herausforderung

Die zentrale Herausforderung lag in der funktionalen und energetischen Transformation von vier sehr unterschiedlichen Bestandsgebäuden. Historische Bausubstanz, ungenutzte Flächen, unterschiedliche Bauzeiten und divergierende technische Standards machten eine umfassende Neukonzeption zwingend. Gleichzeitig galt es, die kirchliche Identität sichtbar zu bewahren und zugleich in ein zeitgemäßes, ressourcenschonendes Verständnis von Quartiersentwicklung zu überführen. Das Projekt sollte beispielhaft zeigen, wie nachhaltige Architektur, soziale Infrastruktur, Energieeffizienz und urbane Transformation in einem belasteten Stadtraum zusammenwirken können.

Lösung / Rolle von AGH Studios

AGH Studios entwickelte gemeinsam mit dem Kirchenkreis Dortmund–Lünen–Selm ein integratives Konzept, das den Bestand nicht ersetzt, sondern weiterdenkt. Unter der Grey-to-Gold-Strategie werden die Gebäude energetisch ertüchtigt, mikroklimatisch verbessert und funktional neu geordnet. Eine vorgeblendete Holzstruktur verbindet die vier Bestandsbauten zu einem identitätsstiftenden Ensemble und schafft Wärme sowie ein zeitgemäßes Erscheinungsbild im Stadtraum.

Die bislang ungenutzte Johanneskirche wird zu einem offenen Foyer transformiert – ein räumlicher Anker, der Geschichte bewahrt und Zukunft ermöglicht. Der zentrale Innenhof wird als öffentlich zugänglicher Begegnungsraum neu interpretiert: ein Ort für Austausch, Veranstaltungen und Ruhe im dicht bebauten Quartier. Ein umfassend klimagerechter Ansatz prägt das Projekt: Aktivierte Dachflächen erzeugen erneuerbare Energie, ökologische Gartensysteme stärken die Biodiversität, und ein integriertes Regenwassermanagement reduziert Ressourcenverbrauch und Hitzeeinträge. Die Transformation ehemaliger Büroräume zu Wohn- und sozialen Nutzungen unterstützt neue Formen kirchlicher Arbeit und stärkt die Quartiersgesellschaft.

Ein besonderes Highlight bildet die schwebende Erdkugel des Künstlers Adolf Winkelmann – ein sichtbares Zeichen für Schöpfungsverantwortung und Klimagerechtigkeit. In enger Abstimmung mit Bauherrschaft, Fachplanungen und Nutzergruppen entstand so ein resilienter Modellraum, der kirchliche Zukunftsfragen architektonisch beantwortet und den sozialen Auftrag der Kirche neu definiert. Das Quartier wird zu einem Aufbruchsprojekt: ein lebendiger Ort, der ökologische Verantwortung, soziale Teilhabe und zeitgemäße Transformation verbindet.

Standort
Dortmund Nordstadt
Dauer
Volumen
Wohneinheiten
Unsere Rolle

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Planung

Konzeption

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Jedes Projekt beginnt mit einem Gespräch. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie wir Ihre Ideen räumlich erlebbar machen können.