Bergmannsgrün Dortmund-Huckarde

Ökologischer Wandel im Bestand
„Bergmannsgrün“ transformiert eine klassische 60er-Jahre-Siedlung in Dortmund-Huckarde zu einem zukunftsweisenden, energieeffizienten Quartier. AGH Studios entwickelte ein ganzheitliches, ökologisches Konzept für Wohnen, Aufstockung, Freiräume und ein innovatives Quartiersgartensystem im Rahmen der IGA 2027.
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Über das Projekt
Situation
Die Siedlungsstruktur des Quartiers „Bergmannsgrün“ geht zurück auf die 1960er Jahre und diente ursprünglich der Wohnraumversorgung der nahegelegenen Kokerei und Zeche in Dortmund-Huckarde. Die 333 Wohneinheiten, verteilt auf zwei- bis dreigeschossige Regelbauten, entsprechen der funktionalen, repetitiven Bauweise dieser Zeit. Mit dem strukturellen Wandel im Revier verlor das Quartier jedoch an Attraktivität – sowohl energetisch als auch sozial. Die Vision der Stadt Dortmund, ein beispielhaftes ökologisches Zukunftsquartier im Rahmen der IGA 2027 zu schaffen, eröffnete die Chance, diese historisch gewachsene Siedlung nachhaltig weiterzuentwickeln.
Herausforderung
Die Aufgabe war komplex: Das Quartier sollte nicht nur energetisch modernisiert und baulich nachverdichtet werden, sondern gleichzeitig soziale, ökologische und ästhetische Werte neu definieren. Neben der geplanten Aufstockung durch ein vorgefertigtes System galt es, multifunktionale Ergänzungen wie eine Kita, ein Quartiersparkhaus sowie neue gemeinschaftliche Freiräume zu integrieren.
Besonders anspruchsvoll war die Entwicklung eines neuartigen Quartiersgartensystems, das als zeitgemäße Interpretation der traditionellen Arbeitersiedlungen fungieren sollte – Orte, in denen Selbstversorgung, Gartenkultur und gemeinschaftliches Leben eng miteinander verwoben waren. Im Rahmen des IGA-Leitmotivs „Meine Gärten, unsere Gärten“ sollte ein ökologisches, förderfähiges Modell entstehen, das sowohl CO₂-Reduktion als auch soziale Teilhabe fördert.
Lösung / Rolle von AGH Studios
AGH Studios entwickelte ein ganzheitliches Transformationskonzept, das nachhaltige Architektur, energieeffizientes Bauen und soziale Quartiersentwicklung verbindet. Zentraler Baustein war das modulare Quartiersgartensystem, organisiert in einem klaren, quadratischen Raster. Von kleinen Hochbeet-Parzellen für Singles über größere Module für Paare bis zu großzügigen Familiengärten entstand ein flexibel nutzbares Freiraumangebot, das gemeinschaftliche Aktivitäten und lokale Versorgung unterstützt.Begleitet von einer moderierten Einführung knüpft das System bewusst an die Tradition der industriellen Arbeitersiedlungen an – jedoch mit zeitgemäßer Nachhaltigkeitsstrategie. Ergänzt wurde dies durch ein natürlich abgeleitetes Farbkonzept, das den gesamten Bestand harmonisiert und gestalterisch neu verankert.Mit der Kombination aus ökologischer Aufwertung, architektonischer Weiterentwicklung und sozialer Integration zeigt „Bergmannsgrün“, wie bestehende Siedlungen attraktiv für junge Zielgruppen und Familien werden können. Durch die Verbindung von Energieeffizienz, Dachaufstockung, neuen Nutzungsangeboten und einem starken Freiraumkonzept schafft das Projekt ein Modell für zukunftsfähige Quartiersentwicklung im Ruhrgebiet.
Analyse
Planung
Konzeption






