AGH Studios

Dachausbauten und Modernisierung Raabestraße Hattingen

Jahr
2006
Standort
Hattingen
Volumen
9 Mio. €

Architektur für das Weiterleben im Quartier

Die Modernisierung der Raabestraße in Hattingen transformiert eine Siedlungsstruktur der 1950er Jahre in ein zukunftsfähiges, energieeffizientes Wohnumfeld. AGH Studios entwickelte ein architektonisches Konzept, das den Charakter des Quartiers erhält, neue Wohnflächen schafft und die Bedürfnisse der alternden Bewohnerschaft sensibel berücksichtigt.

Umgesetzt mit unserem Partner

Über das Projekt

Situation – Eine Siedlung im Wandel

Die Raabestraße in Hattingen war Teil einer großflächigen Nachkriegssiedlung, geprägt von funktionalen Zeilenbauten und einer über Jahrzehnte gewachsenen Mieterschaft. Viele Bewohner lebten seit den 1950er Jahren in den Gebäuden – Menschen der „ersten Stunde“, überwiegend älteren Alters. Zugleich hatten die Bauten einen erheblichen Instandhaltungsstau: energetisch veraltet, statisch belastet und wirtschaftlich nur durch eine umfassende Modernisierung zu erhalten.
Die städtebauliche Vision lautete daher: Substanz bewahren, Quartier stärken, zusätzlichen Wohnraum schaffen – und das im laufenden Betrieb eines sensiblen sozialen Gefüges.

Herausforderung – Erhalt, Aufwertung und behutsame Verdichtung

Die zentrale planerische Aufgabe bestand darin, die Gebäudestruktur zu modernisieren, ohne den Charakter der Hattinger Südstadt zu verlieren. Gleichzeitig musste eine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden werden: Erst durch zusätzliche Wohneinheiten im Dachraum ließ sich die umfassende energetische Erneuerung finanzieren. Der Anspruch an die Architektur: maximale Flächenerweiterung, respektvoll eingebettet in die bestehende Zeilenstruktur. Zudem galt es, soziale Aspekte zu berücksichtigen: barrierearme Zugänge für ältere Bewohner, neue Wohnungstypologien für junge Familien und ein Fassadenkonzept, das die Identität des Quartiers stärkt.

Lösung / Rolle von AGH Studios – Resalitarchitektur als Schlüssel zur Transformation

AGH Studios entwickelte ein prägnantes Dachausbaukonzept: Zwei großmaßstäbliche Gebäuderiegel schieben sich wie klassische Baukörper durch die einzelnen Gebäuderiegel und erzeugen großzügige Nutzflächen im Dachgeschoss. Dadurch entstanden 25 zusätzliche Wohneinheiten, die insbesondere für junge Familien attraktiv waren.

Parallel wurde das Erdgeschoss so umgestaltet, dass durch Rampenlösungen trotz eines Viertelgeschoss-Versatzes barrierefreie Zugänge ermöglicht wurden – ein zentraler Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit des Projekts.

Materialität und Ästhetik folgten einer zeitlosen, quartiersprägenden Gestaltung:

  • frühe Projektabschnitte in Faserzementtafeln aus brandschutztechnischen Gründen,
  • später eine hölzerne Anmutung als harmonische Fassadengliederung,
  • ein charakterstarkes Farbkonzept, inspiriert von Edward Hoppers atmosphärischen Gemälden.

Dieses Farbspiel verankerte den Masterplan visuell im Stadtraum und verlieh den sanierten Bauten eine ruhige, moderne Präsenz. Die städtische Begleitung und der Masterplan Hattingen bildeten den Rahmen für die sukzessive Umsetzung weiterer Bauabschnitte durch die H.W.G. Hattingen.

Standort
Hattingen
Dauer
Volumen
9 Mio. €
Wohneinheiten
Unsere Rolle

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