AGH Studios

❌ Brasserie 1910 Castrop Rauxel

Jahr
2015
Standort
Castrop-Rauxel
Volumen

Authentische Brasserie-Architektur

Die „Brasserie 1910“ in Castrop-Rauxel bringt die Atmosphäre der großen Pariser Brasserien des frühen 20. Jahrhunderts zurück ins Ruhrgebiet. AGH Studios entwickelte ein narratives Gestaltungskonzept, das historische Bausubstanz, authentische Originalelemente und zeitgenössische Gastronomiefunktionalität zu einer räumlichen Identität verbindet.

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Über das Projekt

Situation – ein seltenes Zeitzeugnis als architektonische Ausgangsbasis

Die Brasserie 1910 befindet sich in einem der wenigen erhaltenen Gründerzeitgebäude in Castrop-Rauxel. Der historische Baukörper von 1910 prägt den städtebaulichen Kontext und bot eine atmosphärisch starke Grundlage für ein Gastronomiekonzept, das bewusst mit Tradition, Materialität und kulturellem Gedächtnis arbeitet. Die Vision bestand darin, ein Lokal zu schaffen, das historische Authentizität mit moderner Aufenthaltsqualität verbindet und zugleich eine neue gastronomische Identität im Quartier ausstrahlt.

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Herausforderung – die DNA der Pariser Brasserien präzise übersetzen

Ziel war es, ein glaubwürdiges räumliches Bild einer Brasserie des frühen 20. Jahrhunderts zu erzeugen – nicht als nostalgische Kopie, sondern als lebendige Neuinterpretation. Die Herausforderung lag darin, historische Elemente zu bewahren, fehlende Bauteile stilistisch korrekt zu ergänzen und zugleich ein funktionales Raumkonzept zu entwickeln. Zudem sollten zusätzliche Sitzplätze geschaffen werden, ohne die historische Raumwirkung zu beeinträchtigen.

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Lösung / Rolle von AGH Studios – ein narratives, detailreiches Gesamtkonzept

AGH Studios entwickelte ein starkes, erzählerisches Entwurfskonzept im Dialog mit dem renommierten Gastronomen Bubi Leutholz. Die Gestaltung orientierte sich an den großen Pariser Brasserien: Jugendstil-Referenzen, warme Metalltöne, haptische Materialien und opulente Deckeninszenierungen prägen den Innenraum.

Ein zentraler Eingriff war die Integration einer Galerie, die die Sitzplatzanzahl erweitert und gleichzeitig zum architektonischen Blickfang der Brasserie wurde. Für die authentische Atmosphäre wurden zahlreiche Originalbauteile aus den 1920er und 1930er Jahren eingesetzt – unter anderem in New York gefertigte Deckenlampen aus Bronze und Milchglas. Ergänzt wird dies durch sogenannte Tin Ceilings, zinnenförmige Deckenkassetten, wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts in amerikanischen Gastronomien üblich waren. Diese Elemente fungieren als historisch stimmiges Pendant zu europäischen Stuckstrukturen und verleihen dem Raum eine unverwechselbare Tiefe.

So entstand ein gastronomischer Ort, der historische Substanz bewahrt, atmosphärische Dichte erzeugt und architektonische Erzählkraft als identitätsstiftendes Mittel nutzt. Die Brasserie 1910 zählt heute zu den prägnantesten gastronomischen Adressen der Region.

Standort
Castrop-Rauxel
Dauer
Volumen
Wohneinheiten
Unsere Rolle

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Konzeption

Projekttyp
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