Mall Changsha

Europäische Identität für ein neues Stadtquartier
Mit der „Mall Changsha“ entsteht ein einzigartiges Wohn- und Einkaufsquartier, das europäische Bautradition in den urbanen Kontext von Changsha überträgt. AGH Studios entwickelte gemeinsam mit Ecadi Design Studio eine architektonische Sprache, die klassische Ordnungssysteme, zeitlose Materialität und kulturelle Bezüge vereint.
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Über das Projekt
Situation
Das Projekt „Mall Changsha“ entstand aus dem Wunsch des Investors Christian Zurbrüggen, ein europäisch anmutendes städtebauliches Großquartier im dynamisch wachsenden Changsha zu etablieren. Inmitten eines urbanen Umfelds, das von rasanter Hochhausentwicklung geprägt ist, sollte ein Ensemble entstehen, das durch klar strukturierte Räume, zeitlose Fassaden und narrative Architektur eine neue Form der urbanen Identität schafft. Die vorhandenen chinesischen Vorentwürfe entsprachen dieser Vision nicht; stattdessen wurde ein Ansatz gesucht, der kulturelle Wertigkeit, gestalterische Ordnung und die Atmosphäre europäischer Stadtbilder einbindet.
Herausforderung
Die Aufgabe umfasste die Entwicklung eines Wohn- und Einkaufsquartiers mit drei Wohntürmen (ca. 80.000 m²), einer 16.000 m² großen Einkaufsstraße sowie einer Shoppingmall mit 40.000 m² Verkaufsfläche.
Herausfordernd war insbesondere:
- die Übertragung europäischer Baukultur auf einen chinesischen Standort ohne bloße Reproduktion,
- die Schaffung von emotionaler Aneignung in einem Umfeld, das oft von anonymen Großstrukturen dominiert wird,
- die Integration eines architektonischen Narrativs, das die kulturelle Distanz reduziert und gleichzeitig eigenständige Identität stiftet.
Lösung / Rolle von AGH Studios
AGH Studios entwickelte gemeinsam mit dem Ecadi Design Studio eine orthogonale, klar strukturierte Figuration, die an klassische europäische Stadtquartiere erinnert. Die Fassaden erhielten zeitlose Gliederungselemente, präzise Proportionierung und eine ausgewogene Materialkomposition, die das Quartier wie einen gewachsenen, vertrauten Stadtraum wirken lassen.
Das Mall-Gebäude bildet das gestalterische Herzstück: Eine rautenförmige Verglasung umhüllt den Bau wie eine „europäische Schatulle“. Hinter der Glasfassade befindet sich eine abstrahierte Silhouette des Aegidiimarktes in Münster – ein subtiler kultureller Verweis, der ein emotionales Narrativ erzeugt und die Idee einer „German Mall“ in Changsha sichtbar macht.
Durch diesen Ansatz gelingt die Verbindung von urbaner Transformation, nachhaltiger Architektur und sozialer Identität. Die Akzeptanz der Bevölkerung wie auch die Anerkennung durch die Regionalregierung von Hunan bestätigen den Erfolg: Die Mall Changsha gilt heute als Beispiel für gelungene Quartiersentwicklung, die kulturelle Übersetzung mit architektonischer Qualität verbindet.
Analyse
Planung
Konzeption




